Hochzeit

Pfirsich-Torte mit herrlicher Joghurtmousse

26. Juni 2017

Ganz genau genommen ist diese wunderbare Pfirsich-Torte mit Joghurtmousse einfach nur eine festliche Torte ganz ohne das ‚Hochzeit-‚ Präfix. Allerdings finde ich, sie würde sich ausgesprochen gut auf einer sommerlichen Hochzeit in einem Park machen. Man stelle sich eine laue Sommernacht vor und weiße Zelte auf einer großen Wiese, umgeben von hohen Bäumen, durch die ein Lüftchen weht. Alle sind von der Hitze des Tages geschafft und freuen sich über die Brise; allen ist der Schampus auch entsprechend schnell in den Kopf gegangen und die Stimmung ist deswegen großartig. Als es ganz dunkel geworden ist, wird mit einem kleinen Feuerwerk und vielen Wunderkerzen die Hochzeitstorte serviert. Die Farbe des Pfirsichs findet sich ganz zufällig in der Blumendekoration der Feier wieder und in den Lilienblüten im Brautstraße und im Haar der Braut. … Achje, manchmal finde ich es so unfassbar schade, dass ich schon geheiratet habe und die Märchenhaftigkeit dieses einen Tages eine Erinnerung und kein Traum mehr ist – andererseits will ich die Erinnerung um keinen Preis missen.

Die Torte habe ich tatsächlich für das Sommerfest eines Mentoring Programms auf der Arbeit gezaubert. Es war das erste von einer Reihe von beruflichen Sommerfesten, die dieses Jahr anstehen, aber dabei ein Besonderes, denn als Mentees in dem Programm wollten wir allen Organisatoren und den MentorInnen Danke sagen. Dafür war die Torte gedacht: Nach unserer Dankesrede habe ich sie präsentiert und dann wurde sie auch gleich angeschnitten.

Zum Anlass und zur Jahreszeit passend wollte ich eine ganz frische Torte kreieren und dabei fiel mir auf, dass ich noch nie eine Torte mit Pfirsich gemacht hatte. Das nahm ich mir also vor. Im Buch Torten von Linda Lomelino gibt es eine wundervolle Pfirsichmousse-Torte mit Vanille, deren Rezept meine Grundlage wurde. Zunächst hatte ich ein Rezept geschrieben mit Pfirsich und Holunderblüten, aber nachdem ich wirklich die allerletzten blühenden Holunderblüten in der Woche vor der Feier gesichtet hatte, war klar, dass das keine Option mehr für die eigentliche Feier war. Mist, dachte ich mir, dann back to the routs: Mit Joghurt wird alles frisch und sommerlich, warum also nicht.

Ich habe also einen Rührteig mit Joghurt zur Hand genommen, recht wenig süß und ein wenig säuerlich durch den Joghurt. Aus weißen Pfirsichen habe ich Marmelade gekocht, die ich zu einem Teil unter griechischen Joghurt geschlagen habe. Der Teig wurde in drei Böden geschnitten und anschließend mit dieser Mousse und kleinen Pfirsich-Stückchen gefüllt. Für die Ummantelung habe ich Sahne mit ein wenig von besagter Marmelade aufgeschlagen. Das Ergebnis war eine Sommer-Wonne: locker und leicht, trotzdem angenehm kompakt im Teig und geschmackvoll in der Creme, fruchtig und unfassbar frisch.

In meinem ersten Entwurf hatte ich geplant, die Torte ähnlich wie die Tulpen-Hochzeitstorte vom April zu stapeln, bis ich in meinem Schrank die wunderschöne Etagere gefunden habe und gleich fand, dass sie großartig passen würde. Eigentlich ist sie nicht so wirklich für Torten gedacht, denn die Montur ist dafür ungeeignet (z.B. ist unter dem oberen Boden ein Schraub-Dingens, sodass der Boden nicht plan steht.). Aber mit Trick 17 habe ich sie funktional gemacht. Die Torten habe ich einzeln auf den Böden in Tortenkartons transportiert und die Torte mit Etagere erst vor Ort aufgebaut. Das ging ratz-fatz, ich war aber froh, eine dritte und vierte Hand zu Hilfe zu haben.

Und zu guter Letzt: Die Dekoration. Pfirsiche wären wohl die offensichtliche Wahl gewesen, aber als ich an diesen zauberhaften Lilien in Pfirsich-Farbe in einem Blumenladen vorbei lief, musste ich sie einfach mitnehmen. Zufälligerweise habe ich kurze Zeit später in einem anderen Blumenladen diese kleinen weißen Blümchen aufgetan, die eine ganz ähnliche Blütenform haben und so die großen Blüten gut ergänzen. Einzig mit dem stark färbenden Blütenstaub der Lilien musste ich beim Transport und dekorieren etwas auspassen. Wie genau ich die Blumen und Blütenblätter zur Dekoration nutze, hatte ich mir gar nicht vorher überlegt, sondern es kam mir einfach ganz spontan aus der Hand. Und ich muss sagen, gut sieht sie aus! Oder?

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