Kuchen

Pfirsich-Blaubeer-Kuchen

31. Mai 2016

Vor ungefähr zwei Jahren habe ich einen wunderbaren Pfirsich-Blaubeer-Pie von Joy the baker gebacken, den sie wiederum aus Baking with Julia hatte. Was ist dieser Pie für ein Gedicht! Eine ganz herrliche, knusprige Pie-Kruste, hinter der sich eine saftige, würzig-süße Obst-Sache versteckt: Zu den Pfirsichspalten und Blaubeeren wird Zucker, Zimt, Ingwer, Muskat, Vanille und Zitrone gegeben und zusammen mit dem auskochenden Pfirsichsaft entsteht daraus eine absolut göttliche Sauce. Mit oder ohne Vanilleeis macht dieser Pie sofort süchtig und ich war mir ganz sicher, dass ich nie wieder irgendeinen anderen Pie backen – geschweige denn essen – würde. (So ganz war das nicht richtig...)

Nach dieser kleinen Liebeserklärung komme ich jetzt aber mal zu dem Kuchen, um den es hier geht. Aus Zeitmangel am Montagabend nach der Arbeit habe ich den Pie aller Pies einfach versucht zu kuchisieren und das hat tatsächlich sehr gut geklappt. Es gibt jetzt statt der knusprigen Pie-Decke einen ganz wundervoll weichen, buttrigen, wonnigen Vanilleteig, in dem man Pfirsich und Blaubeere in eben dieser grandiosen Zucker-Gewürz-Mischung findet. Oben drauf gibt es als Bonus eine kleine Zuckerkruste und knackige Mandelblättchen und das resultierende Geschmackserlebnis ist einfach toll. Obwohl ich zugeben muss, dass mir diese absolut wahnsinnige Sauce vom Pie etwas fehlt, würde ich in Anbetracht der Zeitersparnis beim Backen sagen: Deal. Ein pfiffiger, geschmacksintensiver, sommerlich-frischer Kuchen für Nebenbei, einfach so und jeden Tag.

Vor einem Jahr: Mohn-Zitronen-Kuchen mit Blaubeeren

Vor zwei Jahren: Clafoutis mit Rhabarber und Maisbrot mit karamelisierten Zwiebeln, Tomaten und Rosmarin

Bei diesem Rezept gibt es keinen Trick 17, keinen großen Kniff. Der tolle Geschmack entsteht durch die großartige Kombination von Zutaten, das Handwerk ist simpel. Ich habe die Zuckermenge von Joy the baker drastig reduziert und finde aber trotzdem, dass der Kuchen ausreichend süß ist. Stattdessen kommen so die natürlichen Aromen des Obstes und der Gewürze noch mehr hervor.

Pfirsich-Blaubeer-Kuchen

Für den Teig:

  • 250 g Dinkelmehl Type 630
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 150 g zimmerwarme Butter
  • 70 g brauner Zucker
  • 2 Eier
  • 2 TL Vanilleextrakt
  • 150-200 ml Milch

Pfirsich-Blaubeer-Goodness:

  • 500 g reife Pfirsiche
  • 200 g Blaubeeren
  • 2 EL bauner Zucker
  • 1 TL Zimt
  • 1/2 TL geriebene Muskatnuss
  • 1/4 TL gemahlener Ingwer
  • 2 TL Zitronensaft

Topping:

  • 3 EL brauner Zucker
  • 4 EL Mandelblättchen

Ofen + Form vorbereiten. Eine rechteckige Backform (ca. 30×25 cm) großzügig ausbuttern. Den Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Teig zubereiten. Mehl, Backpulver und Salz in eine Schüssel sieben. In einer zweiten Schüssel Butter und Zucker cremig rühren, ruhig ein paar Minuten lang, dann ein Ei nach dem anderen dazu geben und jeweils cremig aufschlagen, dann die Vanille dazugeben. Die Mehl-Mischung und die Milch dazugeben und mit dem Rührgerät untermischen. Solange rühren, bis der Teig glatt und super cremig ist. Der Teig ist recht weich und sollte schnell vom Löffel fallen – falls er das nicht tut, noch etwas Milch dazugeben. Teig in die Form geben und etwas glatt streichen.

Pfirsiche + Blaubeeren würzen. Das Obst waschen, die Pfirsiche in je 8-10 Spalten schneiden. Alle Zutaten der Goodness mit dem Obst ein einer Schüssel vermengen. Auf den Teig geben und etwas eindrücken, sodass noch einige Spitzen des Obstes rausschauen.*

Topping. Den Zucker gleichmäßig auf den Kuchen streuen. Die Mandelblättchen ebenfalls.

Backen. Den Kuchen in den Ofen schieben und 25-35 Minuten lang backen. Bei der Stäbchenprobe sollte ganz knapp nichts mehr am Stäbchen kleben; mit anderen Worten, der Kuchen braucht auf jeden Fall Klietsch. Bei meinem altersschwachen Gasofen habe ich in letzter Zeit das Gefühl, dass Gebackenes sehr schnell trocken wird und habe deshalb ein kleines Schüsselchen Wasser mit in den Ofen gestellt und nach der Hälfte der Backzeit wieder herausgenommen, damit die Kruste richtig Kruste werden kann. Hat auf jeden Fall nicht geschadet. Den Kuchen am besten noch warm mit Vanilleeis servieren.

*: Vor lauter Schwung beim Backen habe ich das Obst unter den Teig gehoben – schmeckt auch! Eigentlich war aber meine Idee, das Obst einfach nur darüber zu verteilen und einsinken zu lassen, denn ich bin sicher, dass das optisch den Kuchen um einiges aufpeppt.

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1 Comment

  • Reply toertchenfieber 31. Mai 2016 at 22:51

    Mhhm klingt nach einer tollen Kombi und wahnsinnig lecker!
    Liebe Grüße Julia

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    *