Kekse & süße Happen

Karamell-Kekse

10. Mai 2015

An einem entspannten Samstag gibt es nichts Besseres für mich als stundenlang bei guter Musik in der Küche zu wirbeln und Kekse und allerlei anderes Leckeres für meine Liebsten zu backen. Dieser Tag wurde gekrönt, als meine Freundin Lili abends vorbeikam. Mit einem Glas Milch und ein paar dieser göttlichen Karamell-Kekse saß sie am Küchentisch, und nachdem sie den ersten Keks aufgegessen hatte und ihr das Glück geradezu aus dem Gesicht hopste, rief sie: Lu, if you wouldn’t be marrying someone else, I’d marry you!

Karamell-Kekse

Adaptiert von Zucker, Zimt und Liebe von Virginia Horstmann

Im Original werden diese Kekse nach dem Backen in Puderzucker gewälzt und bekommen so eine ganz andere Optik; dafür werden sie mit wesentlich weniger Creme gefüllt. Ich bin für mehr Creme, und damit nicht der sofortige Zuckertod eintritt, lasse ich den Puderzucker weg und reduziere die Zuckermenge im Teig noch etwas.

Kekse:

  • 250 g weiche Butter
  • 50 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 350 g Mehl
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1-2 EL Amaretto
  • 100 g Walnüsse, gehackt

Karamellcreme:

  • 350-400 ml gezuckerte Kondensmilch (= 2 Tuben Milchmädchen à 170 ml oder eine Dose gez. Kondensmilch à 400 ml)

Karamellcreme. Die Kondensmilch in eine kleine Auflaufform geben, mit Alufolie abdecken und in eine größere Auflaufform stellen. In die größere ca. 2cm hoch kochendes Wasser gießen, dann das Ganze in den Ofen bei 200°C. Die benötigte Zeit im Ofen hängt davon ab, wie groß die kleinere Form ist, wie hoch also die Kondensmilch steht, und wie dick ihr Boden ist. In meiner Glasform war nach 40 Minuten die Hälfte der Creme verbrannt, in einer dicken Keramikform hat es dann tatsächlich anderthalb Stunden gedauert – also am besten alle 20 Minuten die Alufolie anheben und reinschauen. Selbstgemachte Dulce de Leche wird nicht so dunkel wie gekaufte, dann schmeckt sie nämlich schon verbrannt. Sie muss eine noch releativ helle braune Farbe haben, dann ist sie gut (s. Foto). Nicht wundern, wenn man mit dem Löffel durch die Creme geht, wirkt sie etwas klumpig; das wird später geregelt. Die große Form aus dem Ofen nehmen und erstmal abkühlen lassen. Die kleine Form mit Topflappen herausnehmen und auf ein bereit belegtes Handtuch stellen, abtrocknen. Die Creme in eine Rührschüssel löffeln und mit dem Rührgerät ordentlich durchrühren, dann bekommt sie eine richtig tolle cremige Konsistenz. Bis zum Gebrauch beiseite stellen.

Keksteig. Während die Creme bäckt, den Teig zubereiten. Butter, Zucker und Salz in einer Rührschüssel vermengen, dann das Mehl dazugeben und mit Knethaken verrühren. Vanilleextrakt, Amaretto und Walnüsse dazugeben und so lange weiter rühren, bis der Teig halbwegs zusammengekommen ist. Eventuell mit den Händen den Teig fertig kneten bis alle Zutaten eingearbeitet sind. Den Teig zu zwei gleich große Rollen formen, je ca. 4 cm dick. In Frischhaltefolie wickeln und 30 bis 60 Minuten in den Kühlschrank geben.

Backen. Eine der Teigrollen aus dem Kühlschrank nehmen, Teig auswickeln und in Scheiben schneiden (ca. 1/2-1 cm dick). Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und ca. 15 Minuten bei 180°C backen. Die Kekse sollen eine schöne goldene Farbe annehmen, aber nicht zu braun werden. Während der Backzeit mit der zweiten Teigrolle genauso verfahren. Die fertigen Kekse auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Keksebauen. Auf die Hälfte der Kekse je einen guten Teelöffel Karamellcreme geben, mit der Rückseite eines Teelöffels verteilen. Die Creme ist mittlerweile etwas fest, lässt sich aber immer noch gut verstreichen. Das braucht nicht sehr ordentlich bis zum Rand sein, denn wenn man jetzt die restlichen Kekse auflegt, kann man sie so doll andrücken, dass die Creme genau bis zum Rand vorkommt. Perfekt! Und fertig!

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