Frühstück & Brunch

Schoko-Kringel zum Frühstück

3. Mai 2015

Was tut man nicht alles, um am Sonntagmorgen freiwillig um neun Uhr aufzustehen! Richtig, eigentlich gibt es da rein gar nichts, außer: mit dem Patenkind und der allerbesten Freundin zusammen zu frühstücken. Und: Jede Art von Gebäck mit Schokolade, zum Beispiel Kringel.  Seit die beiden (also Patenkind und Freundin, nicht die Kringel, wobei das sicherlich spannend wäre) jeden Sonntag zu uns zum Frühstück kommen, bin ich also bereit, so früh aus dem Bett zu kriechen. Und damit der Sonntagmorgen noch schöner wird, backe ich ab und zu am Samstagabend ein paar Kringel oder ähnlich Feines. Hier ist ein gerade erprobtes und für äußerst gut befundenes Rezept, frei nach meiner Lieblingsblog smittenkitchen.

Schoko-Kringel zum Frühstück

Adaptiert von smittenkitchen

Im Ursprungsrezept wird dieses Rezept mit 250 g Mehl gemacht und heraus kommt ein Teig, der praktisch vom Knethaken fließt. Das wird alles, versichert das Rezept, aber so ganz traue ich dem nicht, und da mir die Autenzität der Babka – was diese Kringel in Wirklichkeit nämlich sind und weshalb der Zeig genauso klebrig sein soll – nicht am Herzen liegt, tue ich kurzerhand mehr Mehl dazu, sodass der Teig eher in Richtung Zimtschnecken-Teig geht. Aber es gibt ja wirklich Schlechteres auf der Welt, also solle man sich nicht beschweren. Bei Babka fällt mir ein: Ich wollte immer schon einmal Baba aux pommes backen, die ich immer in Montreal gegessen habe. Auf die Liste damit!

Teig:

  • 120 ml Milch
  • 50 g Zucker
  • 1/2 Päckchen (5 g) Trockenhefe
  • 1 Ei
  • 300 g Mehl (oder etwas mehr)
  • 1/2 TL Salz
  • 50 g Butter

Füllung:

  • 200 g Schokolade (zwischen 55% und 70% Kakaoanteil, je nach Geschmack)
  • 50 g Zucker
  • 3/4 TL Zimt
  • 50 g Butter (unbedingt schmierig zimmerwarm!)

Eiwasch

  • 1 Eigelb
  • 2 EL Wasser
  • etwas grober brauner Zucker

Teig. Die Milch in einem kleinen Topf auf lauwarme Temperatur erhitzen. Dann die Flamme ausstellen. Eine Prise Zucker dazugeben und die Hefe und für etwa 5 Minuten stehen lassen, bis die Hefe anfängt zu schäumen. Danach den restlichen Zucker und das Ei dazugeben, mit einer Gabel kurz verrühren. In einer Rührschüssel Mehl und Salz vermengen, die Ei-Mischung und die Butter dazugeben udn mit den Knethaken ca. 10 Minuten lang rühren, bis eine zähe Teigkugel entstanden ist, die z.T. noch leicht an der Schüsselwand kleben bleibt. Wenn der Teig allzu zäh und nicht so sehr Kugel ist, ruhig noch etwas Mehl dazugeben.

Gehzeit. Den Teig mit etwas Mehl bestreuen und in eine gefettete Form legen. Eine Stunde gehen lassen. In Ermangelung eines „warmen Ortes“ in meiner Wohnung, die alle anderen Hefebäcker der Welt offenbar haben, ist mein Trick 17, die Teigschüssel auf eine Warmfläsche ins Bett zu stellen und mit der Bettdecke zuzudecken. Er geht herrlich auf!

Füllung. Die Schokolade relativ fein hacken und mit Zucker und Zimt in einer Schüssel vermischen. Wenn sich das Teigvolumen verdoppelt hat, den Teig leicht zusammenboxen, und dann auf einer großzügig bemehlten Fläche ausrollen, auf der kurzen Seite sollte er ca. 20 bis 25 cm lang sein, auf der längeren offensichtlich länger, aber die genaue Länge ist unwichtig. Ich habe dazu zwei Versuche gebraucht, weil der Teig dann doch zu sehr an der Arbeitsfläche klebte – das großzügig Einmehlen sollte man sich also zu Herzen nehmen, denn den Teig kann man nicht so schön wie anderen Hefeteig hochnehmen und drehen und neibemehlen, weil er sehr (sehr) weich ist. Wenn das Ausrollen erfolgreich geschehen ist, die Butter in kleinen Stücken darauf verteilen und mit einem Buttermesser halbwegs gleichmäßig verstreichen. Das geht so mittelgut, aber man braucht keinen Schönheitswettbewerb damit gewinnen. Schoko-Zucker-Mischung drüberstreuen ohne einen Rand zu lassen. Dann von der kurzen Seite her aufrollen. Mit einem scharfen Messer in 12 Rollen schneiden.

Gehzeit II. Ein Muffinblech mit 12 Mulchen großzügig buttern und mit ein ewnig Mehl besieben. Die Rollen in die Mulden verteilen, mit einer eingefetteten Klarsichtfolie abdecken und ab unter die Bettdecke! Weiter 30 Minuten gehen lassen. Gegen Ende der Gehzeit den Ofen auf 180°C vorheizen.

Backen. Den Eiwasch aus Eigelb und Wasser herstellen und damit die Rollen bepinseln. Wer mag, kann noch eine Prise groben Zucker drüberstreuen. 15 bis 20 Minuten backen bis sie eine goldbraune Farbe angenommen haben.

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