Desserts, Süße Tartes

Die perfekte Aprikosen-Mandel-Tarte

15. Juli 2014

Man könnte die Tarte auch Mandel-Vanille-Tarte mit Amaretto-Aprikosen nennen, aber in diesem Fall liegt in der Kürze die Würze. Der Name ist zugegebenermaßen etwas … selbstbewusst, aber alles andere wäre wirklich eine Untertreibung. Aprikosen und Mandeln passen einfach perfekt zusammen und werden durch die zarte Vanillecreme hervorragend ergänzt. Jetzt aber kommt das i-Tüpfelchen für diese Traum-Kombination: Man schmore die Aprikosen in Amaretto bis sie davon ganz durchzogen sind, eine traumhafte Konsistenz bekommen haben und ein himmlischer Mandel-Aprikosen-Sirup entstanden ist, für dessen Geschmack es keine Worte gibt, weil er so göttlich ist.

Die Tarte eignet sich wunderbar als Kuchen zum Kaffee, aber genauso als Dessert. Egal ob man die Tarte zu Hause serviert oder mitbringt – alle liegen ihr zu Füßen, versprochen.

Die perfekte Aprikosen-Mandel-Tarte

Inspiriert von shutterbean

Für den Teig:

  • 90 g Mehl
  • 90 g gemahlene Mandeln
  • 80 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 120 g sehr kalte Butter
  • 1 Ei

Für die Aprikosen:

  • 10-12 Aprikosen
  • 150 ml Amaretto
  • 50 g Zucker

Für die Creme:

  • 120 ml Sahne
  • 120 ml (Voll-)Milch
  • 60 g Zucker
  • 3 EL Stärke
  • 3 Eigelb
  • 1 TL Vanilleextrakt

Der Teig I. Alle trockenen Zutaten in einer Rührschüssel vermengen, dann die Butter in kleinen Stücken dazugeben und mit einem Pastry Cutter oder den Fingern in die Mehlmischung einarbeiten. Wenn Flocken und Brösel in der Größe von Cornflakes und Erbsen entstanden sind, das Ei dazugeben und untermengen. Dazu am besten einen Gummispatel oder Holzlöffel verwenden. Wenn der Teig gerade zusammengekommen ist und kein Mehl mehr ungebunden ist, zu einer Kugel (mehr oder weniger) formen und in Frischhaltefolie wickeln. Ungefähr 2 Stunden im Kühlschrank kühlen.

Zwischendurch. Während der Kühlzeit habe ich alle Zutaten für die Creme und das Topping zusammengesucht und abgewogen. Eine Springform mit 26 cm Durchmesser ausfetten und ausmehlen. Dann bleibt auch noch Zeit für einen Kaffee. Bevor der Teig aus dem Kühlschrank geholt wird, den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen.

Der Teig II. Ich verzichte darauf, den Teig vorher auszurollen, weil man dabei tendiert, noch zusätzliches Mehl einzuarbeiten. Also forme ich den Teig zu einer Tellergroßen Scheibe, während er noch in der Folie eingewickelt ist, und lege ihn mittig in die Form – den Teig auf die rechten Handinnenfläche legen, mit der linken die Folie öffnen und dann mit etwas Schwung in die Form umstülpen. Dann kann man die rechte Hand in der Folie lassen und den Teig mit den Fingerspitzen in der ganzen Form verteilen, ohne sich groß die Finger schmutzig zu machen. Wen Teig unter den Nägeln nicht stört, macht es einfach ohne Folie. Also: Den Teig in der Form gleichmäßig verteilen und einen ca. 1 cm hohen Rand formen. Mit der Gabel den Teig in 2 cm-Abständen einpieken.

Dann gibt es zwei Optionen: (1) Deb von smitten kitchen schwört darauf, die Form nun für 30 Minuten in den Tiefkühl zu tun, dann dann würde man sich beim Vorbacken den ganzen Quatsch mit den Erbsen und Linsen sparen. (2) Ich bin da vielleicht etwas old school, aber ich mag Blindbacken eigentlich ganz gerne. Ein Blatt Backpapier auf den Teig legen und leicht anpressen, dann die Form mit getrockneten Linen/Erbsen/Reis füllen. Ich nehme Kichererbsen, weil die recht groß sind und das Umfüllen so sehr unproblematisch ist.

In jedem Fall nun den Boden ca. 20 Minuten backen. Im Fall der zweiten Option nun das Füllmaterial entfernen. Dazu die vier Ecken des Backpapiers vorsichtig in eine Hand nehmen, sodass keine Erbsen herausfallen und dann aus einer der entstehenden Falten zwischen den Ecken in das ursprüngliche Gefäß gießen. Den Decken noch eine Weile offen lassen, damit sie abkühlen können.

Die Aprikosen. Die Aprikosen waschen, trockentupfen, halbieren und entsteinen. Mit der runden Seite nach unten in eine Pfanne legen, mit dem Amaretto begießen und gleichmäßig mit dem Zucker bestreuen. Auf mittlerer Flamme erhitzen und köcheln lassen, sodass der Alkohol verdampft und der Amaretto eindickt, bis ein Sirup entstanden ist. Das dauert ca. 15 Minuten, abhängig von der Hitze. Ab und zu ordentlich an der Pfanne ruckeln, damit sich die Aprikosen bewegen und nicht anschwärzen; aber vorsichtig, dass man keinen Amaretto auf die Hand bekommt. Zwischendurch die kleinen Zuckermengen, die sich in den Steinhöhlen der Aprikosen gesammelt haben, zurück in den Amaretto kratzen. Wenn die Aprikosen weich und der Amaretto eingedickt ist, vom Feuer nehmen.

Irgendwann in dem Aprikosen-Abschnitt wird der Teig fertig. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Den Kuchenring kann dazu abgenommen werden, dann geht es etwas schneller.

Die Creme. Sahne und Milch in einen beschichteten Topf geben, den Zucker gleichmäßig darüber streuen und die Stärke hineinsieben. Erwärmen und vom Ofen nehmen. Die Eigelbe ein einer kleinen Schale verquirlen. Nun einen Esslöffel von der warmen Milchmischung dazugeben, verquirlen, einen weiteres Esslöffel dazugeben, verquirlen und so noch drei oder vier weitere Male fortfahren. So verhindert man, dass das Ei flockt. Dann die Eimischung in den Topf geben, zwei Esslöffel von dem Amarettosirup dazugeben und alles mit einem Schneebesen verquirlen. Zurück auf den Herd stellen und bei mittlere Hitze so lange rühren bis die Mischung anfängt zu blubbern und eindickt. Eine bis zwei Minuten kochen lassen, dann vom Herd nehmen und das Vanilleextrakt unterrühren.

Die Tarte. Gleich die Creme gleichmäßig über den Teig gießen und verteilen, noch bevor sich auf der Creme eine Haut bildet. Die Tarte so etwas stehen lassen – eine Viertel- bis halbe Stunde, sodass sich die Creme setzt und etwas abkühlt. Anschließend mit einem Esslöffel eine Aprikosenhälfte nach der anderen aus der Pfanne nehmen und auf der Tarte drappieren. Dabei kommt etwas  Sirup mit, das ist super. Um auch ja nichts von diesem köstlichen Zeug zu verschwenden kann man den Rest Sirup mit Joghurt zu einem leckeren Minisnack machen oder einfach ganz frech aus der Pfanne löffeln.

Die Tarte lauwarm oder gekühlt servieren. Na, zu viel versprochen?

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